Freitag, 7. Januar 2011

Nette und verständnisvolle Kunden...

... gibt es zum Glück wesentlich öfter als jene, über die ich bereits berichtete. Nur sind die meist weniger "interessant" für das Blog.

Aber es gibt tatsächlich Leute, die verständnisvoll und freundlich bleiben, wenn:

- ich als Fahrer versehentlich erstmal in Niederblubbdorf die Hauptstraße und die angegebene Hausnummer gefunden habe und ich durch telefonische Nachfrage beim Kunden feststelle, dass ich noch 2 Kilometer weiter nach Oberblubbdorf muss. Der Betroffene hat sogar noch ein sehr gutes Trinkgeld gegeben.

- wenn ich in einer Einfahrt halte um auszuliefern und daher mit meinem Auto den "heiligen" Gehweg ein wenig blockiere.

Es gibt auch Kunden, die mir bereits, bevor ich auch nur die Hausnummer exakt lokalisiert habe, entgegenkommen und mir dann gleich noch eine Wendemöglickeit in der total schneeverräumten Straße zeigen.
Bei diesem Kunden hätte ich beinahe mal eine Pizzatsche vergessen, weil dieser mir die Tasche auch immer gleich abnimmt, damit ich ausreichend viele Hände (2 Stück) übrig habe, mit denen ich im Portemonnaise kramen kann. (Normalerweise hänge ich mir die Tasche über den Arm, da geht das dann auch ganz gut, oder ich stelle sie auf eine Kiste mit Eis oder ähnlichem Zeug. Irgendwas muss mal sich halt einfallen lassen, denn auf den Boden stelle ich die Pizza garantiert nicht ab, wie sieht das denn aus, wenn der Bote das Essen dann vom Boden aufsammelt und dem Kunden in die Hand drückt)

"Schön" ist auch, wenn man beim Klingeln erfährt, das man in den neunten Stock klettern muss, da leider der Fahrstuhl kaputt ist. Schön ist, wenn der Kunde sich dafür sogar entschuldigt und dem leicht keuchenden Boten auch noch ein angemessenes Trinkgeld gibt.

Und am schönsten ist es ja, wenn Kinder die Tür öffnen. Leider geben die Kurzen selten Trinkgeld, sondern schlicht den Betrag, den der Bote nennt. (Ob das eine Masche der Eltern ist, sich um Trinkgeld zu drücken?) Dafür freuen sich Kinder unheimlich, wenn man ihnen die heiß ersehnten Pizzen in die Hand drücken kann ;-) Das ist ein sehr guter Trinkgeldersatz in zwischenmenschlicher Form.

Es gibt sie also auch zuhauf, die guten Kunden, bei denen alles glattläuft, die sich einfach freuen ihr Essen zu erhalten und die Verständnis dafür haben, dass sich auch der Bote mal verirrt.


Verkettung ungünstiger Umstände

Gestern habe ich von einem wütenden Autofahrer eine Anzeige angedroht bekommen.
Im ersten Moment etwas schockierend, nach Rücksprache mit dem Chef stellte sich aber heraus, dass ich definitiv im Recht war.

Warum das Theater?
Eigentlich war die komplette Tour eine einzige Verkettung ungünstiger Umstände.
Beliefert werden sollten drei Kunden im Stadtgebiet. Reine Fahrzeit von Kunde zu Kunde ca. 5 min, also dank Pizzataschen kein Problem.

Eine der Lieferungen ging in ein Wohnheim, dessen Bewohner beim Anliefern immer für eine Überraschung gut sind. Glücklicherweise hatten diese als letztes bestellt. (Ansonsten hätte ich sie bewusst am Ende der Tour beliefert, damit mein Zeitplan nicht mal wieder irgendeinem "Zwischenfall" am Wohnheim zum Opfer fällt.)
Also bin ich in Richtung der beiden anderen Kunden gestartet. Nach 300 Metern fiel mir auf, dass ich zwar alle Pizzen habe, Eis und Getränke jedoch noch in der Filiale stehen. Also flugs gewendet, da klingelte auch schon der Chef auf mein Telefon. Praktisch, denn so konnte er mir das Vergessene gleich ans Auto bringen.
Da ich nun gewendet hatte, habe ich meine bisherige Route über den Haufen geworfen und bin doch erstmal zum Wohnheim gefahren. "Kann schon nicht so schlimm werden, drei identische Posten, selbst wenn mal wieder einzeln gezahlt wird ist das kein Problem".
Schwerer Fehler!
Im Wohnheim:
Laute Musik hinter der Tür des Kunden. "Oh prima, ist zumindest jemand da". Bis jedoch jemand öffnete musste ich dreimal klingeln und fünfmal an die Tür klopfen und ich sah schon, wie sich mein Zeitplan in Wohlgefallen auflöste.
Als endlich geöffnet wurde, standen drei Jungs davor, allesamt mussten erst einmal Geld holen. Was soll das? Wenn ich etwas bestelle ist mir doch kllar dass es bald klingeln wird und ich halte das Geld oder zumindest die Geldbörse schonmal bereit. Ganz zu schweigen davon, dass ich dafür sorge, dass ich die Klingel hören kann!!!
Die drei Jungs wollten natürlich alle getrennt zahlen, zwei von ihnen mit 20€-Scheinen und zwar bei Beträgen um 6€. Großes Kino, anders hatten sie es natürlich nicht. Also bin ich dort direkt meine letzten kleinen Scheine losgeworden, Trinkgeld gabs natürlich keins. grmpf.

Mich über die vollkommen sinnlos vertrödelten Minuten ärgernd bin ich also wieder ins Auto gestiegen und zum nächten Kunden gefahren.
Ankommen und Finden war kein Problem, Klingeln schon. Erst klingelte auf Knopfdruck gar nichts, dann hörte es nicht mehr auf zu Klingeln, woraufhin jemand aus dem Fenster brüllte "Sind ja gleich da!!"
Bitte was? Sie sind gefälligst sofort da, oder sie lassen mich einfach rein, ich brings ja sogar die Treppe hoch. MannMannMann...
Nach einer Viertel bis halben Ewigkeit hat sich dann ein Bewohner des Hauses erbarmt die Tür aufzumachen. Allerdings hatte jener ein Fahrrad in der Hand, wollte also vermutlich nicht mehrere Pizzen sowie Eis und Getränke haben. Nach einem weiteren Bruchteil einer Ewigkeit erschien dann sogar der Kunde. Und jagte mir den letzten kleinen Schein, sowie die großen Münzen als Wechselgeld ab.

Prima, auf zum letzten Kunden, mit nichts als 20€-Scheinen und knapp 2€ in ganz kleinen Münzen im Portemonnaise. Doch zuvor musste ersteinmal ein weiteres Hindernis überwunden werden: eine Ampel, die zum Erbrechen nicht "grün" zeigen wollte. Warum auch immer, denn eigentlich standen wir ausreichend nah an der Haltelinie (wegen Induktionssschleife). Nachdem Verkehr von rechts in zwei Schüben die Kreuzung passiert hatte wurde es uns zu bunt, und wir pirschten uns vorsichtig bei Rot über die Kreuzung. Letzte Hürde genommen!
Weiter zum Kunden. Straße gefunden, Hausnummer ebenfalls.
Es handelte sich um eine breite Einbahnstraße, links komplett zugeparkt, rechts Schneeberge, ein besserer Platz zum Halten als in zweiter Reihe neben den Parkenden war nicht in Sicht. Also extra nahe an die Prakenden ranfahren und die Tür in eine Lücke zwischen zwei Fahrzeugen geöffnet, dann kommt sogar auf der Straße noch jemand durch.
Es kam wie es kommen musste, als ich gerade beim Kunden klingelte kam "jemand", der nicht durchkam, weil er einfach mit seinem Kleintransporter etwas breiter war und fing sofort an wild zu hupen. Abends gegen 9, die Anwohner werden sich gefreut haben...
Was sollte ich aber anderes machen, als zuende ausliefern, schließlich hatte ich schon geklingelt. Der Kunde öffnete auch recht fix und erwartete mich an der Tür - mit einem 20€-Schein für knapp 10€-Rechnungsbetrag. Da hatte ich nun tatsächlich ein Problem, das konnte ich gar absolut nicht wechseln. Zum Glück fand er nach kurzer Suche (immer begleitet vom Hupen auf der Straße) einen 10er, wir konnten unser Geschäft abschließen.

Durch das aufdringliche Getöse von der Straße angetrieben bin ich so schnell wie möglich zum Auto gesprintet, habe mich vor der Tür des Kunden gleich nochmal auf den Hosenboden gesetzt. (zum Glück war ich die Pizza schon losgeworden.) Und wurde auf der Straße direkt aus Transporter angebrüllt:

"Sag mal, du hältst dich wohl für den Größten?

Das nächste mal fahr ich dir ne Beule ins Auto!
Das gibt ne Anzeige, sag ich dir!!!"

Tja, so endete meine wohl verrückteste Tour bisher...
Abgesehen von der Tatsache, das er eine Anzeige kriegt, wenn er mir gegens Auto fährt, habe ich als Lieferant das Recht, in zweiter Reihe zu halten, wenn keine anderen Haltemöglichkeiten vorhanden sind und die Straße nicht mit einem Halteverbotsschild "gesegnet" ist. Zudem habe ich extra so gehalten, dass man die Stelle noch passieren kann, das hat er sich aber mit seinem Transporter offenbar nicht zugetraut.
Logische Konsequenz? Hupen und Schreien in einem Wohngebiet gegen 9.00 Uhr abends.
Alles klar --> Arschloch!


Montag, 3. Januar 2011

Geschafft

Die ersten beiden Schichten im neuen Jahr liegen auch schon wieder hinter mir.

Die gestrige war direkt unspetakulär, ganz ohne "Pleiten, Pech und Pannen" meinerseits.
Nur eine nenneswerte Kleinigkeit hat sich ereignet:
Ich habe in eine Zwergengasse Kleinstraße geliefert und mich auf den einzig möglichen Platz zum halten gestellt, eine Anwohnereinfahrt.
Als ich gerade das Haus des Kunden betreten wollte klopfte es wild am Fenster gegenüber, und eine Frau fragte angesäuert "ob das mein Auto sei und ich bald wieder wegfahre".
Was ich bejahte und versprach gleich wieder weg zu sein.
Aber was war denn das für eine Komikerin? Klar ist der Pizzadienst gleich wieder weg, wir liefern das Essen ja nur, wir helfen nicht beim Verzehr...
Verstanden hätte ich sie also nur, wenn sie gestiefelt und gespornt auf dem Weg zu ihrem Auto gewesen wäre um aus der zugeparkten Einfahrt zu fahren. Nach dem Flackern im Fenster zu urteilen, war sie wohl eher am Fernsehen (oder hatte ein Lagerfeuer im Wohnzimmer)
Aber naja, solche Leute gibts halt immer mal wieder.

Vorgestern war dagegen eine "interessante" Schicht.
1. Wollte offenbar jeder, der sich im Besitz von Zähnen oder etwas Vergleichbarem befand Pizza essen.
2. Hatte anscheinend ein Konkurrent geschlossen.
Diese beiden Tatsachen sorgten für ein enormes Arbeitsaufkommen, das sich in maximal besetzter Küche und allen Fahrzeugen auf der Straße auswirkte. Da ist ein wenig Stress und Durcheinander immer vorprogrammiert, die Lieferzeit steigt dann auch mal auf über 1,5 Stunden an, worüber die Kunden natürlich vorgewarnt werden.
Allerdings ging auch da alles recht sauber über die Bühne, die Krönung war jedoch meine letzte Tour. Neukunde im Stadtgebiet, wohlbekannte Straße, Hausnummer (beispielhaft 49) und Name angegeben, also alles in Butter und "ab dafür".
Auf der wohlbekannten Straße dann jedoch Ernüchterung: Auf der Seite der ungeraden Zahlen befand sich Nummer 53, dann ein Haus ohne Nummer (mutmaßlich also 51), ein Schulgebäude und danach Nummer 43. Dies sind die Momente, in denen man nach ausgiebiger Hausnummernsuche erst den Kunden und dann die Filiale anruft.
Anruf beim Kunde, wurde freundlich angenommen - von seiner Mailbox. Da kann man dann eine Nachricht hinterlassen: "Werter Kunde, wenn Sie dies hören, steht ihre Pizza gerade erkaltend auf der Treppe ihres Hauses, vorausgesetzt niemand hat sie mitgehen lassen. Sie schulden uns übrigens noch x€ für die leckere kalte Pizza und das warme Eis."
Ist natürlich Quatsch, so läuft das nicht. Also keine Nachricht, sondern ein Anruf in der Filiale. Dieser erbrachte zumindest schon mal, das die Nummer 49 laut Routenplaner die mutmaßliche Nummer 51 ist, also da mal nachschauen. Das Gebäude entpuppte sich als Hotel, aus dem Licht in den Fenstern zu urteilen hatte es genau einen Gast. Also fein Klingeln, denn hinein geht es nur mit Zimmerkarte.
Oh prima, Anmeldung nicht besetzt, da kann man lange klingeln. Spätestens jetzt wird auch klar, warum jemand Pizza in ein Hotel bestellt ;-)
Aktueller Stand der Lieferung:
- 30 Minuten vertrödelt für eine Tour mit Anfahrweg von 5 min.
- Hausnummer gefunden, Hotel jedoch "uneinnehmbar" ohne Schlüsselkarte
- Kunde identifiziert, jedoch nicht kontaktierbar
Während des ganzen Prozesses haben Filiale und ich abwechselnd im 30-Sekunden-Takt beim Kunden angerufen. Und irgendwann hatte ich dann sogar Glück, denn Hunger und Verwunderung über die lange Lieferzeit brachten ihn dann doch tatsächlich dazu, sein Handy wieder einzuschalten. Und über diesen Weg konnte ich ihn dann bei meinem allerletzten Anrufversuch vor dem Abbruch der Tour erreichen.
Zum Glück war der Kunde sehr einsichtig, entschuldigte sich artig mit reichlich Trinkgeld für die unangenehmen Umstände der Lieferung und beschwerte sich auch gar nicht über die mittlerweile eher lauwarme Pizza, sondern war einfach glücklich, das wir ihn doch noch gefunden hatten.
So gab es doch noch ein Happy-End für meine letzten Tour der Schicht (die übrigens nicht wie eine "letzte Tour vor Schichtende" aussah als ich startete, denn da stand noch über eine Stunde bis Feierabend auf der Uhr)

Fazit?
Ich hätte es einfacher (und der Kunde seine Pizza wärmer) haben können, wenn
a) sein Handy nicht ausgeschaltet hätte
b) er den Namen seines Hotels bei der Bestellung mit angegeben hätte

Insgesamt waren die ersten beiden Schichten 2011 aber trotzdem angenehm und dank guter "Trinkgeldlaune" der Kunden auch recht ertragreich.


Freitag, 31. Dezember 2010

Guten Rutsch

So, ich wünsche allen einen guten Rutsch. (hihi, lustig, wenn man die wahre Bedeutung einer Floskel liest, direkt nachdem man sie gedankenlos einfach weil man sie aller Nasen lang hört niederschreibt;-)

Und startet am besten mit einem herzhaften Lachen ins neue Jahr:



Mittwoch, 29. Dezember 2010

Winterdienst

Hier wird aufgeräumt (zumindest gelegentlich), der Winterdienst rückt mittlerweile im Stadtgebiet mit Räumfahrzeug und Bagger an. Ein besonders schönes Exemplar ist mir diekt vor meinem Fenster in freier Wildbahn vor die Linse gekommen.



Das Gerät macht bestimmt Spaß, da würd ich mich auch gern mal draufsetzen ;-)
Das kleine rote 5 Meter links vom Bagger ist übrigens das Auto eines Anwohners, der selbiges seit der ersten Schneeflocke nicht mehr bewegt hat. Dementsrechend liegt der Schnee jetztz auch bis auf Fensterhöhe...
Der hat bestimmt Spaß beim ausbuddeln ;-) Aber wahrscheinlich wartet der auf Frühling und Tauwetter...


Ein anderes hübsches "Räumfahrzeug" ist dieses hier:


Wechselgeld

Gelegentlich liefert man einfach nur bangend und hoffend aus, so auch vorgestern.

Zur Abwechslung war es mal nicht das Wetter (das im GoKart Kleinwagen eigentlich sehr lustig ist), auch nicht die anderen sogenannten Verkehrsteilnehmer (die bei den aktuellen Witterungsbedingungen vor allem durch "nicht-teilnehmen" in Form von festsitzen, rutschen, querstehen, dauerschleichen, etc. auffallen), auch nicht Fußgänger (die gerne mal von meterhohen Schneebergen mehr oder weniger direkt auf die Straße purzeln oder wie die aufgescheuchten Hühner auf der glatten Straße rumspringen, weil der Gehweg mal wieder nicht geräumt ist), sondern das Wechselgeld.

Wir bekommen zu Arbeitsbeginn 50€ Welchselgeld (7 5€-Scheine und 15€ Münzen). Das funktioniert im Allgemeinen gut, wenn die ersten 2 bis 3 Kunden mit Scheinen und/oder Münzen in einer sinnvollen Größenordnung bezahlen.
Genau nicht so lief das ganze letztens ab.
Kunde 1: zahlt 20€ mit einem 50€-Schein und hat natürlich auch nur diesen einen 50€ Schein im Haus. Damit waren schon mal 6 5€-Scheine aus dem Portmonaise entschwunden.
Kunde 2: 10€ mit 20€ Schein bezahlt. Eigentlich kein Problem, da gibts halt 2 5€-Scheine oder sogar einen Zehner, wenn vorheriger Kunde mit Scheinen in sinnvollen Größenordnungen bezahlt hat. Wegen Kunde 1 musste sich Kunde 2 dann jedoch mit einem 5€-Schein und 5€ in Münzen zufriedengeben.

Der aufmerksame Leser weiß jetzt, welches Geld nunmehr in meinem Portmonnaise steckt: 50€-Schein, 20€-Schein und 10€ in kleinen Münzen.
Also vor der nächsten Tour Wechselgeld wechseln in der Filiale.
Guter Plan, bis zu dem Zeitpunkt, als ich in die Kasse schaute und feststellte, das dort in etwa jeder Schein einmal und kaum 10€ als Wechselgeld rumkullerten.
Da wir auch in der Filiale an Abholer verkaufen, kam also Kasse leeräumen nicht in Frage. Die anderen Fahrer und deren Wechselgeld waren allesamt draußen, also gings mit vollkommen unzureichendem Wechselgeld auf die Tour. 3 Kunden im Auto, das wurde interessant.
Kunde 3: bekommt 5,60€ zurück, das Wechelgeld schrumpft und der Kunde steht nach der Bezahlung mit einer Hand voll EU-Altmetall in der einen und der Pizza in der anderen Hand im Flur.
Kunde4: die Situation spitzt sich zu: er bekommt 5,10€ zurück, was nun leider schon nicht mehr machbar ist, da nach Kunde 3 nur 4,40 Wechselgeld übrig geblieben sind. Er entschließt sich allerdings zum Glück dafür 1,10€ Trinkgeld zu geben. Mir fällt ein Stein vom Herzen, dem Kunden fällt vor lauter Hartgeld die Hand vermutlich ab und die Kinnlade runter...
Damit wäre auch das Wechselgeld-Dilemma vorerst abgewendet.

Nach dieser Tour konnte ich dann auch endlich Geld "kleinmachen" und hatte einige normale Touren.
Und da das Leben ja bekanntlich ironisch ist, hat mein letzter Kunde an diesem Tag dann auch 13,20€ in Münzen bezahlt. Argh, warum hat der nicht früher Hunger gekriegt???


Dienstag, 21. Dezember 2010

Aktion: Weihnachtskarten für Kraftfahrer

Wie ihr sicherlich mitbekommen habt, gibt es diverse Kraftfahrer im Fernverkehr, die Weihnachten fern der Familie auf Rasthöfen verbringen müssen.
Ich möchte diesen Fahrern eine kleine Weihnachtsfreude machen, indem ich auf dem Rasthaof Auerswalder Blick an der A4 einige Weihnachtskarten verteile.
Da ich keine Lust habe, jedem den gleichen Standardtext auf die Karte zu schreiben seid ihr gefragt.

Postet einfach eure Textvorschläge in die Kommentare, ich werde sie auf die Karten (die ich bereitstelle) schreiben und verteilen.

Wer mich gern finanziell unterstützen möchte, kann dies ebenfalls kundtun, ich lasse dann mal meine Paypal-Daten o.ä. rüberwachsen.

So, und jetzt ran an die Tastatur und tippen, ich bin gespannt ;-)
Als "Redaktionsschluss" lege ich jetzt einfach mal Heiligabend 10.00 Uhr fest.


Montag, 20. Dezember 2010

Parken im Winter

Parken im Winter ist klasse!
Jeden Tag hat man Zeit neue Rekorde aufzustellen...

Dank Teamarbeit beim Schneekettenaufziehen habe ich heute nur 20 Minuten gebraucht um den Parkplatz zu verlassen. Das ist eindeutig neue Bestzeit! (Gestern abend habe ich über eine halbe Stunde gebraucht).

Danach sind wir problemlos zum Bahnhof gefahren gerodelt und haben unseren Gast abgekippt. Danach war die Post dran. Die Schlange vor dem einzig sinnvollen, natürlich vollen Parkplatz umfasste etwa halb so viele Autos, wie es insgesamt dort Stellplätze gibt, schöne Sch***!
Es wurden aber permanent Lücke frei, doch nicht so sch****...
Problem? Wenn die ankommenden Fahrer den Parkplatz bereits so zustellen, dass niemand mehr rausfahren und damit Lücken freimachen kann, kommt auch niemand in der Zufahrt weiter, Autos von hinten drängen nach und alle sitzen fest. Besonders lustig wurde es, als sich in der anderthalbspurigen ein- und Ausfahrt einige besonders gewitzte Fahrer an der stehenden Schlange vorbeifuhren, um so die Ausfahrt komplett stillzulegen, also richtig Sch****!

Bis wir den Parkplatz verlassen konnten, mussten wir uns einen Weg bahnen, indem wir 2 Autos anschoben, einen Fahrer überzeugen, hinter uns Platz zu machen, damit er unseren Parkplatz direkt übernehemn kann (und zwar bitteschön !nachdem! wir ihn verlassen haben) und eine Fahrerin davon zu überzeugen, dass es vielleicht keine schlecht Idee wäre, für die ausparkenden Fahrzeuge erstmal die Ausfahrt freizumachen. Das alles war auch nur eine Sache von einer Viertelstunde ;-)
Inzwischen staute sich die "Parkplatzschlange" zur Freude der Busfahrer bis auf den Busbahnhof...

Glücklich wieder zuhause angekommen, ahben wir dann sogar den Hauptgewinn gezogen, und einen Parkplatz auf dem Campus ergattert und mit viel Schwung und reichlich Glück sogar "erklommen".

Dann war noch die gute Tat des Tages angesagt, ein Geschäftsreisender wollte soeben erfolglos wieder den Parkplatz verlassen, also haben wir ihn kurzerhand in die letzte "freie" Parklücke geschoben. Wobei "frei" in diesem Zusammenhang nur die Abwesenheit eines Autos, nicht jedoch die Freiheit von Schneebergen (seitlich bis auf Höhe der Seitenspiegel) meint...
Ich hoffe er findet jemanden, der ihn aus dieser "Lücke" wieder rausschiebt, ansonten wird er da wohl überwintern müssen, denn das ist der Parkplatz, den ich mittlerweile generell nur mit Schneeketten verlassen kann ;-)

In diesem Sinne frohes Parken und immer schön entspannt bleiben, irgendwer bugsiert euch schon sicher auch in den größten Haufen ;-)


Donnerstag, 16. Dezember 2010

Winterzauber: Leuchtturm wird Eisskulptur

Am Erie-See wurde ein Leuchtturm durch hohe Wellen und niedrige Temperaturen in ein eisiges "Märchenschloss" verwandelt.

Einfach sehenswert (auch wenn die Qualität leider zu wünschen übrig lässt):



Die Wühlmaus dichtet...

Eine schöne Analogie zu Goethes Zauberlehrling las ich heute morgen in einer Rundmail der Freiberger Studentenzeitung "Wühlmaus".

Bitte sehr, zum Lesen und Schmunzeln:

Der
Schneeschipper

Nein, der gute Winterpflug
hat noch nicht
hierhergefunden
langsam hab ich echt genug
die Schneehaufen wachsen
mit den Stunden
Die Flocken fallen wild
und munter immer weiter
doch
das weihnachtliche Bild
stimmt mich nicht wirklich heiter
Walle
walle
manche Schippe
von der Klippe
möcht man springen
wenn in dieser
schönen Zeit
die Wettervorhersagen erklingen

So schnapp ich mir halt
die Schaufel
die nicht wirklich kommt zur Ruhe
dazu Mütze, Schal und
Mantel
und die besten Winterschuhe
Auf den Parkplatz stampf ich
um den
Schrecken zu erliegen
wo ist eigentlich
mein Auto abgeblieben?
Walle
walle
manche Schippe
von der Klippe
möcht man springen
wenn in dieser
schönen Zeit
die Wettervorhersagen erklingen

Die Anzahl
jungfräulicher Kissen
die Frau Holle hat im Schrank
möcht ich lieber
gar nicht wissen
davon werd ich sonst noch krank
Hat's denn gar
kein Ende
mit der weißen Pracht
sicher taut's wieder behände
vor
der ersten Weihnachtsnacht
Walle walle
manche Schippe
von der
Klippe
möcht man springen
wenn in dieser schönen Zeit
die
Wettervorhersagen erklingen

Und ich fange an zu graben
bleibt mir
denn eine andre Wahl?
die Schneedecke von paar Tagen
wird zur
vorweihnachtlichen Qual
Ist da draußen keiner
der mir helfen mag
und
in der Nähe auch nicht einer
an diesem verhängnisvollen Tag?
Walle
walle
manche Schippe
von der Klippe
möcht man springen
wenn in dieser
schönen Zeit
die Wettervorhersagen erklingen

Langsam sehe ich die
Scheiben
die Türgriffe folgen zugleich
oh, ich tanze einen Reigen
mein
Herz, es wird an Freude reich
Und dann in Freude schwelgen
das Werk
ist fast vollbracht
's fehlen nur noch die Felgen
das wäre ja
gelacht
Walle walle
manche Schippe
von der Klippe
möcht man
springen
wenn in dieser schönen Zeit
die Wettervorhersagen
erklingen

Ja, der Schnee fällt immer dichter
ich sollte hinters
Steuer springen
doch in der Ferne, gelbe Lichter
die mich doch zum
Stutzen bringen
Ist das wirklich war
ich glaube es ja kaum
der
Winterdienst ist da
und das ist kein Traum
Walle walle
manche
Schippe
von der Klippe
möcht man springen
wenn in dieser schönen
Zeit
die Wettervorhersagen erklingen

Doch der vermeintlich edle
Retter
ist doch wirklich so durchtrieben
die Produktion vom
Winterwetter
auf den Parkplatz abzuschieben
Die Arbeit eines Tages
in
Sekunden umgekippt
Ironie ist doch was arges
ich Trottel hatte Schnee
geschippt
Walle walle
manche Schippe
von der Klippe
möcht man
springen
wenn in dieser schönen Zeit
die Wettervorhersagen
erklingen